Erinnerungen an Ursula Vaupel

Thekla Rotermund-Capar im Gespräch mit Milena Vaupel-Kenter

Ursula Vaupel wäre am 20. Juni diesen Jahres 92 Jahre alt geworden. Ein guter Grund, um an diese sehr (frauen-) bewegte und bewegende Frau zu erinnern.

Ursula Vaupel (†)

Ursula hat nach ihrer Pensionierung viele Projekte in Eschwege umgesetzt: sie hat die Eschweger Geschichte erforscht und sich besonders mit der Kaiserin Theophanu als Ahnin von Eschwege und ihrer Tochter Sophia als Gründerin des Cyriakusstiftes in Eschwege befasst. Sie hat das Buch „Hexenprozesse in Eschwege 1657“ veröffentlicht und dafür gesorgt, dass der Kerker, in dem die als Hexe verfolgte Catharina Rudeloff einsitzen musste, restauriert und in die Gästeführung mit aufgenommen wird. Ursula Vaupel hat nach großen Widerständen erreicht, dass vor der Volkshochschule die feierliche Enthüllung des Mahnmals gegen Gewalt „Erinnern – widerstehen – für Menschenwürde“ von Christa T. Beyer im Beisein des Landrats Stefan Reuss stattfinden konnte. Auf ihr Betreiben hin konnte schließlich auch das Labyrinth auf dem Schulberg – dem Frauenort in Eschwege schlechthin – realisiert werden.

Mit 70 Jahren hat sie begonnen, ein Buch für ihre Enkel über ihre Vergangenheit zu schreiben, das dann schließlich überarbeitet mit dem Titel „Auch ich war ein Hitlermädchen“ veröffentlicht wurde. Von 2011 an hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Lesungen in Schulen aus ihrem Buch durchgeführt.
Auf der Grundlage ihres Buches „Auch ich war ein Hitlermädchen“ haben ihre Tochter Milena Vaupel-Kenter und Thekla Rotermund-Capar, die Gleichstellungsbeauftragte des Werra-Meißner-Kreises eine Stunde im RundFunk Meißner über Ursula’s Vergangenheit und ihre Projekte gesprochen. Ursula Vaupel war es sehr wichtig, Schülerinnen und Schüler, aber auch Erwachsene, aufzufordern, achtsam und wachsam zu bleiben, hinter Dinge zu schauen, diese zu reflektieren und sich nicht so verblenden zu lassen, wie ihre Generation verblendet worden ist. Ihre letzte Botschaft lautete: „Es ist wichtig, dass Ihr Euch mit allen Wesen verbunden fühlt und keiner Ideologie nachrennt.“  Am 4. Januar 2018 ist die Historikerin Ursula Vaupel aus Eschwege verstorben.

Die Sendung war zu hören bei RFM u.a. am 20. Juni 2020.

‘Christliche Andachten im Radio’ – Momente zum Innehalten…

… gestaltet von verschiedenen Pfarrerinnen und Pfarrern aus der Region.

Seit Ende März regelmäßig sonntags um 9.00 Uhr und um 11.55 Uhr bei RFMund ab sofort auch montags bis freitags jeweils um 11.00 und um 17.00 Uhr. Weitere kurze Andachten hören Sie auch zu wechselnden Zeiten in unserem Programm.

An den Sendungen beteiligen sich zur Zeit Dekanin Ulrike Laakmann, Imme Mai (Nieder- und Oberhone), Sabrina Wascholowski (Altenburschla, Heldra und Völkershausen), Sieglinde Repp-Jost (Stadtkirchengemeinde Eschwege 1), Jennifer Keomanee (Ober- und Unterrieden sowie Wendershausen) und Maike Westhelle (Fürstenhagen und Quentel) sowie Rolf Hocke (Waldkappel), Sebastian Werner (Stadtkirchengemeinde Eschwege 2, Neustadt) und Henrik Heinicke (Witzenhausen) sowie Pfarrer Michael Sippel (u.a. St. Elisabeth, Eschwege)

Neue Sendungen bei RFM …


Und seit dem 1. April 2020 gibt es ja bei RFM eine ‘Morningshow’ … mit Albert Hartmann und live aus seinem ‘Studio W” in Witzenhausen. Es gibt Musik, News, Interviews und Gäste.

Das Ganze montags, mittwochs und freitags von 8.00 bis 11 Uhr live bei RFM.

Und seit Donnerstag, dem 2. April 2020, öffnet Rick Wagner aus Kassel wöchentlich um 20.05 Uhr ‘Rick’s Mottenkiste’ – voller goldener Oldies und Evergreens, bunt gemischt und unterhaltsam präsentiert.